Häufige Fragen
Fragen zur kirchlichen Trauung
Wie ist das, wenn ich mich kirchlich trauen lassen möchte?
Die „Kirchliche Trauung“ ist im Grunde ein Gottesdienst anlässlich Ihrer Eheschließung. Was so formal klingt, hat eine große Bedeutung: Sie schließen Ihre Ehe nicht erst vor dem Altar, sondern bereits im Standesamt. Sie betreten also als Ehepaar die Kirche. Anders als in andern Ländern geht es also nicht, in der Kirche alle staatlichen Formalitäten zu erledigen. Und anders als in der katholischen Kirche ist das „Ja“ in der Kirche auch kein rechtlich verbindlicher Akt oder ein Sakrament.
Aber warum dann noch „kirchlich heiraten“?
Die Eheschließung ist ein sehr freudiger Anlass. Darum feiern die meisten Brautpaare ein großes und fröhliches Fest. Hier haben wir schon den ersten Grund für eine kirchliche Trauung: Freude und Dankbarkeit sind Grund genug, mal wieder vor Gott zu treten - und dies gemeinsam mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft!
Andererseits stehen hinter jeder Eheschließung auch ernsthafte Fragen:
Wir versprechen einander, ein Leben lang zusammen zu bleiben - schaffen wir das auch? Und wie? Wie wird unsere gemeinsame Zukunft gelingen? Bekommen wir Hilfe? Woher beziehen wir Kraft für unsere Ehe? Wie gestalten wir unsere Ehe?
All diese Fragen und noch viel mehr machen uns bewusst, dass wir das Gelingen unserer Ehe nicht alleine schaffen, sondern in die Hände Gottes legen können.
Hier liegt der zweite Grund für eine kirchliche Trauung: die Bitte um den Segen Gottes und die Zusage seiner Begleitung für die Ehe.
Und wie läuft das dann ab?
Den genauen Ablauf legen wir gemeinsam fest - da ist viel Spielraum für Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde. Grundsätzlich ist die kirchliche Trauung ein Gottesdienst (Dauer: 35-60 min.) und hat auch dessen Form und Elemente: Lieder, Gebete, Ansprache, Lesungen, Segen.
Der Grundablauf besteht aus den Teilen „Ankommen“ - „Verkündigung“ - „Segnung“ - „Fürbitte“ - „Gehen“.
Im Gespräch mit uns Pfarrer/innen suchen Sie selbst die Lieder und Lesungen aus, sowie die Traufragen bzw. die Trauversprechen. Wir freuen uns, wenn Sie selbst, Ihre Trauzeugen, Verwandte und Freunde aktiv am Gottesdienst beteiligt sind - und auch musikalisch ist Vieles möglich. Wichtig ist, dass die kirchliche Trauung stimmig ist: Für Sie und für uns als Gemeinde.
Also, dann komme ich einfach an einem Samstag mit meiner Frau und der Familie?
Wenn Sie sich entschlossen haben, sich kirchlich trauen zu lassen, oder noch am Überlegen sind, nehmen Sie bitte so bald wie möglich Kontakt mit uns auf. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wenn wir nicht anzutreffen sind, antworten wir so bald wie möglich. Dann können wir zunächst den Termin und Ort und die wichtigsten Fragen klären. Je früher Sie Kontakt mit uns aufnehmen, desto eher lassen sich Terminschwierigkeiten vermeiden!
Und Sie können sich ganz in Ruhe an Ihre eigenen Vorbereitungen machen...
Achso, mein Freund/ meine Freundin ist aber katholisch – ist das ein Problem?
Natürlich nicht! Es gibt vielmehr verschiedene Möglichkeiten:
a) Sie lassen sich evangelisch trauen, und wenn es dem katholischem Ehepartner am Herzen liegt, holt er/sie sich einen sogenannten „Dispens“ von seiner/ihrer katholischen Pfarrgemeinde. (Ohne Dispens gilt diese Ehe für die katholische Kirche formell als "wilde Ehe" - d.h. es kann Folgen für eine Anstellung bei der katholischen Kirche haben bzw. er/sie kann dann evtl. kein Amt bei dr katholischen Kirche mehr übernehmen)
b) Sie lassen sich ökumenisch trauen, d.h. ein katholischer Geistlicher und ein/e evangelische/r PfarrerIn sind gemeinsam zugegen. Dies ist eine badische Besonderheit und für die Familien oft die schönste Form.
c) Sie lassen sich katholisch trauen. Von der evangelischen Gemeinde brauchen Sie keinen Dispens dafür, wenn Sie aber möchten, dass Ihre Trauung in unser Kirchenbuch eingetragen wird, wäre eine Meldung an uns hilfreich.
Und wenn sie jetzt gar keiner Kirche angehört oder Buddhistin wäre?
Zumindest ein Ehepartner oder eine Ehepartnerin sollte Mitglied der evangelischen Kirche sein.
Wenn ein Ehepartner ausgetreten ist, wäre die kirchliche Trauung ja vielleicht auch ein schöner Anlass, wieder einzutreten. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Beide eine kirchliche Trauung wollen und Gottes Segen erbitten.

