Geburt und Taufe
Die Geburt eines Kindes ist ein großes Wunder.
Manchmal merken wir genau dann, dass es ein Geschenk ist, zu leben. Und dass wir nicht alles im Leben in der Hand haben.
Wir sind dankbar. Aber wem? Ist Gott die Quelle des Lebens?
mit der Taufe sagen wir "Ja" zur Erkenntnis, dass wir mit Leben beschenkt sind.
Wir hoffe, dass da noch mehr kommt.
Und wir wollen, dass das Kind, das uns geschenkt wurde, auch zu einer Gemeinschaft dazu gehört, die größer ist als die Familie.
Mit der Taufe nehmen wir Kinder nicht nur in die Gemeinde auf. Wir halten es auch Gott hin, damit er es zärtlich berührt und segnet. Mit der Gemeinde gemeinsam drücken wir unsere Hoffnungen und unsere Sehnsucht für dieses Kind aus.
Sollen wir?
Eine Taufe ist keine Pflicht. Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind später einmal selbst entscheiden soll, ob es getauft wird - und zu welcher Konfession oder Religion es dazugehören soll, können Sie Ihrem Kind dennoch den Segen Gottes im Gottesdienst zusprechen lassen. Man nennt das "Kindersegnung".
Allerdings braucht Ihr Kind Sie dann umso mehr, um Informationen und Erfahrungen mit Glaube zusammenzutragen. Was man nicht kennt, dafür kann man sich auch nicht entscheiden. Welchen Namen soll Ihr Kind dem Geheimnisvollen geben, dem Wunderbaren, dem Unbegreiflichen? Wie nennt es die Quelle der Liebe, die über die Liebe der Eltern hinausgeht? Woher wird es lernen, wer Jesus, Mohammed, Moses oder Buddha sind? Es kann sein, dass es nicht automatisch in den Religionsunterricht eingeladen wird. Da sind Sie gefragt.
Natürlich kann ein Kind nicht nur als Säugling getauft werden. Das geht auch in der ersten Klasse noch - oder im Zusammenhang mit dem Konfirmationsunterricht - oder auch erst als Erwachsene.


